Denn letztlich geht es in einer starken kommunikativen Botschaft

um den Kern einer Idee. Kurz: um das Kurzfassen.

Der Trugschluss: Wenn man wenig Zeit hat, formuliert man auch kürzer.

Das Gegenteil ist der Fall: Wir packen aus Zeitnot möglichst alle verfügbaren Informationen in einen Text. Eine Email. Eine Message. 

Ein Briefing. Eine Strategie. Eine Präsentation. Einen FB-Kommentar. 

Twitter hat seine Zeichenzahl bereits 2017 von 140 auf 280 erhöht. 

Weil wir alle keine Zeit mehr haben, uns auf die Essenz eines Gedankens zu fokussieren.

Aber: Zeit ist die neue Währung. Deshalb lohnt es sich, gerade in sie zu investieren. Einen Text, egal über was, egal an wen, nach und nach zu kürzen. Alle Dopplungen weg. Alle Füllwörter. Sämtliches zwischen den Zeilen. Weniger Wenn’s und Aber’s. Mehr: was will ich eigentlich sagen, und wenn ja, wie viel. Das Ergebnis: In der Kürze liegt die Klarheit.

Wer es schafft, sich smart kurzfassen ist anderen oft einen Schritt voraus. Knackige Botschaften überraschen, sind im Positiven merkwürdig. Und im besten Falle: merkfähig.

Aber: Kurzfassen ist natürlich nicht alles. Man braucht schon eine gute Idee. Und die braucht, wen wundert’s: Zeit.

Und am Ende noch ganz kurz ein Buchtipp: 

Max, Mischa & die Tet-Offensive von Johan Harstad. 

Eine bewegende Geschichte auf 1248 Seiten. Genuss in voller Länge. Aber wer weiß, vielleicht hat sich der Autor auch hier kurz gefasst.

Vln Dnk fr d fmrksmkt.




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